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Die Noldor - auch genannt Hochelben - sind das zweite Elbenvolk. Unter der Führung von Finwë folgten sie dem Aufruf der Valar und siedelten sich in Valinor an. Die Noldor waren von allen Künsten den Wissenschaften und dem Handwerk am meisten verbunden. Sie freundeten sich besonders mit dem Vala Aulë an, von dem sie vieles lernten und dem sie besondere Verehrung zukommen ließen.
Fëanor, ältester Sohn des Finwë, war der größte Handwerker der Noldor, und er schuf die Silmarile, in denen das Licht der zwei Bäume eingefangen wurde. Die Liebe Fëanors für diese Schätze und seine persönliche Fehde mit Melkor führten die Noldor gegen den Willen der Valar in das Exil. Ein großer Teil dieses Volks kehrte nach Mittelerde zurück, um Krieg gegen Melkor zu führen, den sie nunmehr nur noch Morgoth, den Schwarzen Feind, nannten.
Die Noldor wurden in diesem Krieg fast ausgelöscht, und nach dem Untergang von Beleriand blieben nur noch wenige von diesem edelsten der Völker Mittelerdes übrig. Sie gründeten die Reiche Lindon und Eregion. Eregion wurde von den Elbenschmieden unter Führung von Celebrimbor beherrscht, und es wurde im Krieg mit Sauron um die Ringe der Macht im mittleren Zweiten Zeitalter zerstört.
Der letzte Hochkönig der Noldor in Mittelerde war Ereinion Gil-Galad, der Ende des Zweiten Zeitalters mit seinem Heer an der Seite der Dúnedain von Arnor und Gondor im Krieg der Letzten Allianz gegen Sauron kämpfte und siegreich blieb. Doch Gil-Galad verlor im letzten Kampf gegen Sauron sein Leben.
Im Dritten Zeitalter leben die Noldor weitgehend zurückgezogen in Lindon und Imladris, sowie an wenigen anderen Orten Mittelerdes, wie zum Beispiel Lothlórien und Edhellond. Es heißt, dass mit dem Ende des Ringkriegs und der Abreise Elronds und Galadriels in den Alten Westen die letzten Anführer der Noldor Mittelerde verließen.
