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Der Nargil war der südlichste Fluß Mordors, der in den Ephel Duath entsprang und in das Nurnenmeer mündete. Nahe seiner Quelle führte ein Pass von Harad aus in das Land Nurn.

Der Nargil-Pass war wahrscheinlich bedeutend für die Versorgung von Saurons Armeen mit Gütern aus dem Süden von den verbündeten Völkern aus Harad und Khand. Truppen aus diesen Ländern mit den Zielen Udun und Gorgoroth benutzten allerdings die Straßen, die um Mordor zu Füßen der Ephel Duath und Ered Lithui herumführten.

Der Nargil war mit etwa 60 Meilen Länge zwar der kürzeste der vier Flüsse von Nurn, durchfloß aber das fruchtbarste Gebiet Mordors, welches südlich des Nurnenmeeres lag. Nördlich davon befand sich die Lithlad, die Aschenebene, die in Richtung Gorgoroth auch Aussehen und Leblosigkeit der Hochebene annahm. Im Süden allerdings lagen die Felder, auf denen Saurons Sklaven Nahrung für seine Armeen erzeugen mußten. Hier waren der Nargil und der westliche (unbenannte) Fluß entscheidend für die Bewässerung in diesem trockenen, regenarmen Land, denn das Nurnenmeer war salzig.

Die Sklaven für diese Felder, Ackergeräte sowie zusätzliche Nahrungsmittel wurden wahrscheinlich zu Zeiten von Saurons Macht in Massen über den Nargilpass transportiert, der damit eine der wichtigsten Transportrouten nach Mordor darstellte. Es darf wohl angenommen werden, daß Gondor zu seinen Glanzzeiten hier eine Festung erbaute, um den Pass zu schützen, die dann von Sauron bei seiner Rückkehr freudig übernommen wurde.

  • zitiert nach Bilbos Welt
  • Quelle: History of Middle-Earth, Bd. 7+8