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| Königreich von Gondor | |
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| Wahlspruch | Seven stars and seven stones and one white tree (Sieben Sterne und Sieben Steine und ein Weißer Baum) |
| Hauptsprache | Sindarin und Adûnaisch |
| Hauptstadt | Minas Anor |
| Staatsform | Monarchie |
| Herrscher | Tarondor |
| Fläche | ca. 1.020.000 km² |
| Einwohnerzahl | ca. 5.000.000 |
| Bevölkerungsdichte | ca. 4,9 Einwohner pro km² |
| Währung | Silberpfennige |
| Das südliche Königreich der Dúnedain im Exil | |
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Gondor (Sindarin für „Land der Steine“) ist eines der beiden Exilreiche, die von den Dúnedain nach dem Untergang Númenors gegründet wurden. Die Hauptstadt des Königreiches um das Jahr 1650 des Dritten Zeitalters ist die Stadtfestung Minas Anor.
Das Land liegt im südlichen Bereich der bekannten Gebiete von Mittelerde. Die Kernlande befinden sich zwischen den Ered Nimrais, dem Anduin und Belegaer.
Auf dem Höhepunkt seiner Macht erstreckte sich Gondor nordwärts bis zur Ebene von Celebrant, ostwärts, über große Teile von Rhovanion, bis hinter das Meer von Rhûn, nach Süden bis zum Fluss Harnen im Landesinneren und Umbar an der Küste und westlich bis zum Gwathló.
Inhaltsverzeichnis |
Geschichte (kanonisch)
Die Linie der Könige
| Name | Herrschaft | Bemerkungen |
|---|---|---|
| Elendil | 3320-3441 ZZ | |
| Anárion | 3320-†3440 ZZ | Sohn des Elendil, starb bei der Belagerung von Barad-dur |
| Isildur | 3320 ZZ-†2 DZ | Sohn des Elendil, von Orks getötet |
| Meneldil | 2-158 | |
| Cemendur | 158-238 | |
| Eärendil | 238-324 | |
| Anardil | 324-411 | |
| Ostoher | 411-492 | |
| Rómendacil I (Tarostar) | 492-†541 | |
| Turambar | 541-667 | |
| Atanatar I | 667-748 | |
| Siriondil | 748-830 | |
| Tarannon Falastur | 830-913 | Erster der Schiffskönige. Er war der erste kinderlose König und wurde vom Sohn seines Bruders Tarciryan beerbt. |
| Eärnil I | 913-†936 | |
| Ciryandil | 936-†1015 | |
| Hyarmendacil I (Ciryaher) | 1015-1149 | Gondor erreicht nun den Höhepunkt seiner Macht. |
| Attanatar II Alcarin 'der Glorreiche' | 1149-1226 | |
| Narmacil I | 1226-1294 | Er war der zweite kinderlose König und wurde von seinem jüngeren Bruder beerbt. |
| Calmacil | 1294-1304 | |
| Rómendacil II (Minalcar) | 1304-1366 | Regent von 1240-1304 |
| Valacar | 1366-1437 | In seiner Zeit befiel Gondor das erste große Desaster des Dritten Zeitalters, der Sippenstreit. |
| Eldacar (Vinitharya) | 1437 (gestürzt) | Sohn Valacars und einer Nordmenschen-Prinzessin. |
| Castamir der Usurpator | 1437-†1447 | Im Bürgerkrieg gefallen. |
| Eldacar (Vinitharya) | 1447-1490 | Zweite Regierungszeit |
| Aldamir | 1490-†1540 | Zweiter Sohn des Eldacar |
| Hyarmendacil II (Vinyarion) | 1540-1621 | |
| Minardil | 1621-†1634 | Bei einem Überfall der Corsaren auf Pelargir erschlagen |
| Telemnar | 1634-†1636 | Telemnar und alle seine Kinder starben in der Großen Pest; er wurde beerbt von seinem Neffen, dem Sohn von Minastan, zweiter Sohn des Minardil. |
| Tarondor | 1636- | Verlegte die Hauptstadt von Osgiliath nach Minas Anor |
Gründung
Gondor (S. "Stein-Land") ist eines der Königreiche der Númenorer im Exil, die nach dem Untergang der Insel Númenor von den verbliebenen und der Katastrophe entkommenen Dúnedain in Mittelerde gegründet wurden. Vier Schiffe unter dem gemeinsamen Kommando der beiden Brüder Isildur und Anarion landeten an den Küsten von Gondor an. Anarion, der jüngere der beiden Brüder, gründete die Stadt Minas Anor (die Feste der aufgehenden Sonne) auf einem Felssockel am östlichen Ende des Weißen Gebirges. Isildur hingegen gründete seine Stadt Minas Ithil (die Mondfeste) als Drohung und Mahnmal gegen den dunklen Herrscher Sauron in den Ausläufern des Schattengebirges von Mordor. Gemeinsam jedoch errichteten sie Osgiliath an den Ufern des mächtigen Stroms Anduin, und sie bauten eine große Steinbrücke, auf der ihr gemeinsamer Palast stand, und Seite an Seite regierten sie das Reich bis zum Krieg der Letzten Allianz, in dem Anarion erschlagen wurde.
Isildur übergab nach dem Sieg über Sauron die Regierungsgeschäfte an Anarions Sohn Meneldil, dessen Linie sich bald nach Isildurs Tod in den Schwertelfeldern von der Oberherrschaft Arnors lossagte.
Imperiale Blüte
Bis zum Jahr 1050 des Dritten Zeitalters erreichte Gondor seine größten Ausmaße und erinnerte in seiner imperialen Pracht an den Glanz des verlorenen Númenor. Auf dem Höhepunkt seiner Macht erstreckte sich Gondor von dem westlichsten Zipfel von Anfalas bis in das Land Mordor hinein, das es als Mahnung gegen die versprengten Diener Saurons besetzt hielt, und von den Tälern des Anduin und dem Wilderland bis weit südlich von Umbar, wo die Sonne heiß brennt.
Der Bürgerkrieg
In den folgenden Jahrhunderten jedoch verfiel Gondors Macht und Glanz zusehends. Im 15. Jahrhundert wurde das Land von einem blutigen Bürgerkrieg erschüttert, in dessen Gefolge sich Umbar als eigenständiges Reich unter der Führung eines abtrünnigen Teils der Königsfamilie von Gondor etablierte, und fortan wurde immerzu Krieg geführt um die Vorherrschaft in Harondor und auf dem Meer Belegaer.
Die Große Pest
1634 des Dritten Zeitalters kam dann ein neues Unglück über Gondor: die Große Pest. Von Norden und Osten her sich verbreitend, streckte diese Seuche in wenigen Jahren jeden dritten Mann, jede dritte Frau und jedes dritte Kind nieder. Das Reich geriet in völlige Unordnung, und hätte die Pest andere Länder nicht ebenso hart (und teilweise härter) getroffen, so wäre dies sicher das Ende von Gondor gewesen. In den folgenden Jahrzehnten war Gondor nur damit beschäftigt, seine innere Ordnung zu reetablieren und seine Grenzen zu sichern. Hatte der Bürgerkrieg das Territorium von Gondor bereits stark schrumpfen lassen, so entvölkerte die Pest weitere Landstriche, und die Krone verlor die Kontrolle über seine Besitzungen in Wilderland und Eriador.
Geschichte (nicht-kanonisch)
Die Gründung von Gondor
Isildur und Anárion kamen zusammen mit den anderen Flüchtlingen Númenors im Jahre 3319 nach Pelargir und berichteten dort den erstaunten Vertretern der Kolonien Númenors von der Zerstörung der Heimatinsel und der gelungenen rechtzeitigen Flucht. Vermutlich präsentierten sie dort auch den Sämling des Weißen Baumes, den Isildur unter Lebensgefahr aus dem Königshof von Armenelos retten konnte. Dass ein Teil der königlichen Familie von Númenor - wenngleich aus einer nicht regierenden Linie - zusammen mit einem Sprößling des Weißen Baumes, der als Geschenk der Valar und der Eldar von Valinor an die Getreuen galt, dem Untergang entfliehen konnte, wurde von den anwesenden Vertretern der Kolonien der Getreuen vermutlich als Zeichen des Wohlwollens der Valar interpretiert.
Dies führte im Jahr 3320 zur Gründung des Reiches Gondor und zur Annahme von Isildur und Anárion als gleichberechtigte Könige des Landes.
Es ist nicht bekannt, ob dem Herrschaftsanspruch von Isildur und Anárion seitens der anwesenden Elite der númenorischen Kolonien irgendein Widerstand entgegen gesetzt wurde. Es ist denkbar, dass manche der Gründung und der Ausrufung des Königtums nur deshalb zustimmten, weil Isildur und Anárion sich weit nördlich der bisherigen Kolonien anzusiedeln gedachten und zudem die Autonomie der bestehenden Kolonien anerkannten. Ebenfalls ist denkbar, dass manche der Anwesenden insgeheim hofften, dass sich Isildur und Anárion gegenseitig blockieren würden, und sich somit breite Spielräume für eine unabhängige Politik seitens der Landbesitzer des Südens eröffnen würden. Manche spekulierten vielleicht auch darauf, dass es früher oder später Streit zwischen den beiden Brüdern oder ihren Nachkommen um die Vorherrschaft geben würde, und dass sie in einem solchen Streit durch die geschickte Wahl der richtigen Seite ihren Einfluß und ihre Macht mehren könnten. Es ist aber anzunehmen, dass diese Gedanken nur eine untergeordnete Rolle spielten, und dass bei den allermeisten Aristokraten der Kolonien die ehrliche Freude überwog, dass das Königtum von Númenor überlebte und die Valar den Getreuen scheinbar weiterhin wohl gesonnen waren.
Innere Kolonisierung
Dennoch wird das neue Königreich Gondor in den ersten Jahrhunderten vor riesigen Problemen gestanden haben. Nur 109 Jahre nach der Gründung des Reiches kehrte Sauron nach Mordor zurück und eröffnete den Krieg gegen den Westen, der in die Schlachten der Letzten Allianz münden sollte. In jenen 109 Jahren gründeten Isildur und Anárion die Städte Minas Anor, Minas Ithil und Osgiliath. Zudem errichteten sie die Große Brücke von Osgiliath, in deren Mitte der Sternendom stand, der Regierungspalast, in dem Seite an Seite die Throne der beiden Brüder standen.
Da Isildur und Anárion mit wenig Gefolge dem Untergang von Númenor entkamen, ist anzunehmen, dass in ihren Ländern Anorien und Ithilien in den Jahrhunderten vor dem Untergang bereits eine Kolonisierung mit Dúnedain der Getreuen stattgefunden hatte. Dennoch wird ein Großteil der benötigten Arbeitskräfte und Spezialisten aus den bestehenden Kolonien nach Norden abgewandert sein. Dies wiederum hat sicher dazu geführt, dass der relative Reichtum der südlichen Kolonien stagnierte oder gar eine Zeitlang abnahm. Es kann angenommen werden, dass dies in manchen betroffenen Regionen und Herrscherhäusern nachhaltig für böses Blut gesorgt hat. Vielleicht wurde sogar auf diese Weise der allererste Grundstein für den späteren Sippenstreit von Gondor gelegt.
Die Kolonisierung der neuen Provinzen Anorien und Ithilien muss mit atemberaubendem Tempo vorangeschritten sein. Wahrscheinlich lebten im Jahre 3429 bereits Tausende von Menschen in den beiden Städten Minas Anor und Minas Ithil. Die neue Hauptstadt des Reiches Osgiliath ist sicher noch viel schneller gewachsen. Der Anduin verband Osgiliath mit Pelargir, und über diesen Wasserweg sind sicherlich zahlreiche Güter transportiert worden.
Die Sicherung der Grenzen gegen die Ostling-Bedrohung
ca. 470 bis 660 DZ
Kampf gegen die Ostlinge, Eroberung Dor Rhúnens, Aufnahme freundschaftlicher Beziehungen mit den Nordmenschen.
Frage: Haben die Nordmenschen von den Gondorianern die Pferde bekommen? z.B. númenorische Pferde?
Imperiale Expansion
Tarannon Falastur und die Schiffs-Könige.
Die Reichsreform von König Tarondor
Seit dem Verlust des südlichen Teils von Harondor an die Streitkräfte von Umbar vor der Großen Pest war Gondor dazu gezwungen, seine Verwaltungsstruktur von Süd-Gondor völlig umzuändern. Vor der Großen Pest war die Provinz in sechs Militärbereiche unterteilt, die jeweils von einem Legaten kontrolliert wurde. König Tarondor hat diese Verwaltungsstruktur abgeändert und auf vier Militärbereiche reduziert: Dor Laergaladrin, das den Küstenbereich von Barad Harn bis zum Ethir Harnen und das Land zwischen dem Poros und den Emyn Laer kontrolliert, Dor Amon Eithel, das sich von den Emyn Laer östlich bis zum Schattengebirge, südlich bis nach Imlad Carnen und westlich bis nach Barad Harn erstreckt, Dor Emyn Imladrim, das sich von Amon Eithel südlich bis in die Hügelkette der Emyn Imladrim erstreckt, und die Ostmark, die das ganze Gebiet östlich des Flusses und südlich von Imlad Carnen bis zum Harnen und dem Ode Auchel erstreckt.
Politische Organisation und Verwaltung (nicht-kanonisch)
Bürgerrechte und Gondorianische Bürgerschaft
Laut Gesetz ist jeder, der unter seinen Urgroßeltern einen reinblütigen Dúnadan hatte und damit über 1/8tel Númenorerblut verfügt, automatisch Bürger von Gondor und Inhaber der Gondorianischen Bürgerrechte. Viele Ämter und vor allem alle hohen Ämter in der Verwaltung des Reiches sind an den Besitz der vollen Bürgerrechte gebunden. Siehe auch Gondorianisches Bürgerrecht.
Titel
- König (king): Aran (pl. Erain); Herrscherhaus vom Blute Anarions, des jüngeren Bruders von Isildur. Social Rank 8: Emperor
- Prinz (prince): Ernil (pl. Ernilin/Ernilath); Die Familie des Prinzen von Belfalas, sowie Prinzen des Herrscherhauses. Social Rank 7: King
- Patrizier (member of the patrician class): Heren; Angehörige der ca. 50 "Großen Familien", die mit Isildur und Anarion aus Númenor kamen. Nach der Großen Pest existieren von diesen Großen Familien nur noch 33, von denen 10 auf der Seite der Rebellen von Umbar stehen, aber größtenteils auch Angehörige in Gondor haben. Die 33 Großen Häuser sind zusammen genommen reicher als alle anderen Familien von Gondor zusammen. Social Rank 5: Baron, Earl
- Erbritter: Rheinhîr; Hîr mit militärischem Amt und der Verpflichtung, eine bestimmte Anzahl von Soldaten der Armee (S. Dagarim) bereit zu stellen. Der Titel beeinhaltet Steuerprivilegien und andere Ehren. Social Rank 5: Baron, Earl
- Ritter (knight): Rochben (pl. Rochbin/Roechbin); Die Nobilität von Gondor, die unter anderem auch die mittlere und schwere Reiterei Gondors im Feld stellt. Social Rank 4: Gentry
- Gutsherr (squire): condir (pl. condirin/condirath); Adlige Grundbesitzer, die manchmal auch in Dörfern und Städten die Verwaltung innehaben. Social Rank 3: Knight (non-inher.)
Ämter
- Provinzpräfekt (provincial lord): Gwaron (pl. Gwaronin/Gwaryn); Präfekt einer Provinz. Social Rank 6: Duke, Prince
- Militärgouverneur (military governor): Dorgon (pl. Dorgonin/Dergyn); Vom König bestellter Militärkommandant eines Territoriums. Social Rank 6: Duke, Prince
- Legat (legate): herdir (pl. herdirin/hirdir); Vom König eingesetzte Militärverwalter. Social Rank 5: Baron, Earl
- Verweser (warden): gwaron (pl. gweryn); Vom König eingesetzte Verwalter von königseigenen Ländern, wie z.B. der Insel Tolfalas. Social Rank 5: Baron, Earl
- Truchsess (steward): berthir (pl. berthirin); Die Linie von Húrin, dem Haus der Truchsessen. Social Rank 5: Baron, Earl
- Stadtältester (town elder): Hûdol; Vorsteher der örtlichen Stadtverwaltung
- Ratsherren: Hûdir; Auf Lebenszeit gewählte Mitglieder des sog. Hûd (S. Rat oder Gericht), zuständig für die Stadtverwaltung, Arbeitsorganisation, öffentliche Einrichtungen und Gebäude, Märkte, Aufstellung der Miliz, Steuereintreibung und die Unterstützung und Unterbringung von königlichen Kurieren, Gesandten und Beamten. Social Rank 3: Knight (non-inher.)
Militär
Hauptartikel: Gondor (Militär)


