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(nicht-kanonisch)

Die Haruze sind ein sehr altes Volk, das seit dem frühen Zweiten Zeitalter die Länder südlich von Gondor und Mordor, westlich der Ered Ormal und nördlich der großen Wüste von Harad bewohnt.

Die Haruze waren in ihrer langen Geschichte selten eine politische Einheit. Vielmehr behaupten sie sich seit Jahrtausenden gegen wechselnde Fremdherrscher, sei es Sauron oder die Númenorer und ihre Nachkommen.

Zeitleiste

Zweites Zeitalter

  • ca.50 ~ Kleine Gruppen von nomadisch lebenden Apysani-Hirten (S. "Bescheidene Wanderer") überqueren die Pässe des Ered Harmal und wandern entlang dem Len Arome (Har. "Pfad des Orome") in die Täler des Harnen ein
  • ca.350 ~ Die Apysani-Hirten domestizieren das Kamel und beginnen sich nun auch in die südlichen Gestrüpp-Wüsten auszubreiten. Einige beginnen sich niederzulassen und Ackerbau zu betreiben.
  • ca.500 ~ Die seßhaften Apysani haben sich so sehr vermehrt, dass sie befestigte Siedlungen entlang der Handelsrouten der Zwerge bauen und Krieg gegen die Orks des Schattengebirges führen konnten. Zudem verdrängten Apysani Hirtenstämme die Drughu und Donan Jägerstämme aus dem Inland von Haradwaith und begannen mit der Überquerung der Gelben Berge im Süden.
  • ca.650 ~ Die Apysani-Einwanderer lebten nun in allen Ländern zwischen dem Schattengebirge im Norden und den Gelben Bergen im Süden. Sie hatten sich nunmehr in zahlreiche Völker mit verschiedenen Sprachen und Religionen aufgespalten. Vermutlich waren es die wandernden Zwerge, die diese Völker erstmals mit dem Sindarin-Namen Haradrim bezeichneten.
  • ca.550-800 ~ In den Tälern des Harnen entwickelt sich eine gemeinsame Sprache der dort lebenden Menschen, das Haruze. Die Menschen sind dazu gezwungen, sich mit den Elben von Edhellond zu arrangieren, die den Fluss für ihre Reisen in den Osten frei halten wollen. Die Sprache vereint Apysani-Wurzeln und elbische Einflüsse.
  • ca.600-700 ~ Ioriag-Stämme der Steppen südlich des Meeres von Rhun wandern in das südliche Mordor und die umliegenden Hochländer ein. Heilige Männer der Bewohner des Landes Nurn erwecken mit ihren Ritualen einen Fluch der Altvorderenzeit, einen wilden Devam des Feuers und der Zerstörung. Die Nurniags gaben ihm den Namen Talmorng, ein Name, der in ihrer Sprache sowohl Schönheit als auch Schmerzen bedeutet.
  • ca.700 ~ Der Talmorng erobert mit seinen Nurniag-Gefolgsleuten die Täler des Harnen und unterwirft die dort lebenden Bauern, Händler und Handwerker der Apysani. Der Talmorng läßt am Zusammenfluss des nördlichen und östlichen Arms des Harnen in Kruk Devral eine mächtige Festung in das Gestein treiben und residiert dort in großem Reichtum.
  • 730 ~ Aldarion, Kronprinz von Numenor und Anführer der Gilde der Seefahrer, besucht erstmals die Bucht von Belfalas und hört dort Geschichten über den Talmorng und sein Reich.
  • ca.735 ~ In seiner Gier beginnt der Talmorng die Elben zu bedrohen. Diese rufen die Noldor von Lindon zur Hilfe. Unter der Führung von Glorfindel landet eine kleine Abteilung der Noldor an der Küste von Harnendor an. Der Talmorng dringt in das Lager der Noldor ein und verlangt, dass ihr Anführer sich unterwirft und ihn ebenso wie alle Menschen in seinem Reich als Gott anbetet. Daraufhin ergreift ihn Glorfindel, stürzt ihn ins Meer und erwürgt ihn mit seinen bloßen Händen. Die Noldor beschließen, die Festung des Talmorng nicht anzugreifen und ziehen sich wieder zurück.
  • ca.750 ~ Das Reich des Talmorng ist in zahlreiche Nachfolgereiche zerfallen, die von den so genannten Orag regiert werden, Abkömmlingen von Devam und sterblichen Frauen, auch genannt "die Geistgeborenen".
  • ca.775 ~ Meklak, einer der zahlreichen Söhne von Talmorng, besiegt eine Koaliton seiner Orag-Feinde und vereint sie zu einem großen Reich, das fast die Ausmaße des Reiches seines Vaters annimmt. Die meisten Orag siedeln sich in Mordor an, unter der Oberherrschaft von Meklak. Meklak lässt sich derweil einen Palast aus Obsidian oberhalb der Höhlen von Kruk Devral errichten und nennt ihn Korb Devral. Besonders bekannt blieb Meklak aufgrund der Tatsache, dass er Gesetze machte und in Stein meißeln ließ. Zudem ließ er die Pfade entlang des Harnen zu Straßen mit Brunnen und Wasserreservoirs ausbauen.
  • ca.775-900 ~ Unangefochtene Herrschaft Meklaks, die jedoch mit der Zeit immer brutaler und ausbeuterischer wird.
  • ca.900 ~ Meklak läßt Entdecker aus Numenor, die unter dem Banner der Gilde der Seefahrer die Küsten Mittelerdes erkunden, gefangen nehmen. Bei der Zusammenkunft Meklaks mit der Kapitänin des Numenorer-Schiffs kommt es zu einem Zwischenfall, der tödlich für Meklak endet. Das Reich Meklaks zerfällt.
  • ca.900-1000 ~ Die Kibic beginnen mit der Eroberung der Städte und Dörfer Nah-Harads und drängen die Reste der Armeen der Orag, die großenteils aus Ioriag-Söldnern bestanden, zurück. Gegen Ende des Jahrhunderts wehen über allen Städten des Landes die Flaggen der Haruze. Eine Blütezeit der Haruze-Kultur beginnt.