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(nicht-kanonisch)

Die Eraguk sind ein sehr antikes Volk des Zweiten Zeitalters gewesen, eine kleine Kultur, die sich in langen Jahrhunderten aus Haruze und den Nurniags von Süd-Mordor gebildet hatte. Sie lebten bereits in dem Gebiet, das heute Harondor heißt, als es noch kaum númenorische Siedler in Mittelerde gab. Leider haben sich die Eraguk mit Sauron, dem Verräter und Betrüger, verbündet und in dem Krieg der Letzten Allianz, als Elendil, Gil-Galad und Isildur den Dunklen Herrscher niederrangen und seine Herrschaft beendeten, an der Seite Mordors gekämpft.

Im frühen Dritten Zeitalter wurden die wilden Eraguk-Stämme immer weiter in die östliche und südliche Aegardh zurückgedrängt, bis sie im 9. Jahrhundert durch die gondorianische Armee endgültig besiegt und unterworfen werden konnten. Die Eraguk wurden halbwegs sesshaft, und sie vermischten sich an vielen Stellen mit den Haruze und den Gondorianern. Als jedoch der große Bürgerkrieg in Gondor ausbrach – das war Mitte des 15. Jahrhunderts – nahmen viele Nachkommen der Eraguk ihren alten nomadischen Lebensstil wieder auf. Der Grund dafür sind wohl die Kriegswirren gewesen. Zahlreiche Gutshöfe sind damals durch Krieg verwüstet worden, und die Überlebenden mussten sich durch Räubereien ihr Überleben sichern. Leider jedoch sind diese "neuen" Eraguk in den folgenden Jahrzehnten nicht wieder zur Ruhe gekommen. Seit nunmehr zweihundert Jahren sind sie Quelle steter Unruhe in der Aegardh. Sie rauben Karawanen aus, verlangen Zölle und Schutzgelder, und schalten und walten, wie es ihnen beliebt. Sie unterwerfen sich nicht der Autorität des Königs von Gondor und nennen niemanden ihren Herrn außer sich selbst. Oftmals gibt es auch Übergriffe auf friedlichere Haruze-Clans, die nur ihre Herden weiden wollen, und von Zeit zu Zeit brennen Eraguk einen Gutshof der Gondorianer nieder. Aus diesem Grund ist die Bezeichnung "Eraguk" in Harondor ein Synonym für "Räuber", "Dieb" und "Mörder" geworden.

Es gibt natürlich zahlreiche Eraguk-Clans, und – soweit bekannt ist – keine zentrale Organisation. Manche sind sicherlich friedliebender, und andere sind in den Augen der Gondorianer mörderische Verbrecher und Outlaws.

Es gab in den vergangenen zweihundert Jahren zahlreiche Strafexpeditionen gegen die Eraguk. Die gondorianische Armee zog oft aus und brannte ein Lager der Eraguk nieder, in dem Leute vermutet wurden, die anderswo Verbrechen begangen hatten. Das hat die Situation natürlich nicht gerade entspannt, aber was soll man gegen diese Leute sonst tun?