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<nicht-kanonisch>
Elwing Quanja
ist eine junge Halbelbfrau von nahezu unbeschreiblicher Schönheit. Sie ist die Tochter von Erina Quanya einer Noldorelbin und Sirtanus Tír einem ehrenvollen gondorianischen Thangen. Sie erreichte vor kurem das hundertste Lebensjahr und ist somit noch recht jung für eine Elbin. Sie hat braune Haare die sie zu vielen kleinen Zöpfen geflochten trägt. Ihre grünen Augen ähneln denen ihres Vaters.
Elwings Abschied aus Elronds Haus
Es war ein kalter Morgen. Bitter kalt wehte der Wind durch Elwings geöffnetes Fenster. Dunkle Wolken zogen über die Berge und das konnte nur eines bedeuten: Der Winter würde die Welt noch eine Weile zu fast vollkommener Bewegungslosigkeit verdammt in seinen eisigen Fingern halten. Elwings konnte ihren Atem sehen und fröstelte ein wenig. Sie fröstelte… und schon so kurz nach dem sie ihre nächtliche Meditation beendet hatte war ihr es wieder unbestreitbar deutlich: Sie war anders. Sie war nicht eine von Ihnen. Sie fühlte sich unwohl. Auch wenn die Sonne im Sommer heiß und brütend auf Bruchtal schien war es ihr nie wohlig und angenehm. Etwas trennte sie von den Elben unter denen sie hier lebte. Ihre Mutter ähnlicher als ihr selbst. Sicherlich war hier für alles gesorgt und gern arbeitet sie in der Küche und erlernte von vielen weisen Wesen, aber Zuhause fühlte sie sich nie. So sehr Erina auch gehofft hatte sie hier in Sicherheit zu wissen wenn sie schon nicht mit ihr in den Westen kommen wollte. Elwings Herz zog sich unter den Schmerzen des Verlustes zusammen. Ein bitterer Geschmack lag auf ihrer Zunge. Nein, hier in Bruchtal würde sie nicht das Finden was sie endlich ruhen ließe, was ihr den Weg ebenen würde diese Gestade zu verlassen, wie ihre geliebte Mutter. Morgen wurde Elwing 100 Jahre alt. Ein bedeutendes Datum selbst für Elben, welche von der Zeit bei Leibe nicht so gehetzt werden wie die Menschen. 100 Winter, Frühjahre, Sommer und Herbste hatte Elwing gesehen und sie war nicht mehr das Kind, das sich für alles und jedes begeisterte. Jetzt war sie eine Halbelbenfrau die kein Zuhause kannte und sich stets getrieben fühlte. Die keine Ruhe in sich kannte und deren ständiger Begleiter der Zweifel war. Sicher, nicht immer war es schlecht. Wenn sie unterrichtet wurde zu forschen und zu lehren so war es immer nützlich und effizient, aber ihr Leben verstrich Tag für Tag und das bleibende Gefühl der Unzufriedenheit und Ziellosigkeit machte ihr das Leben schwer, sehr schwer. Elwing freute sich nicht auf das Fest ihr zu Ehren. Welche Ehren hatte sie angehäuft: das sie viel herumgekommen war, das sie einige Sprachen leidlich verstehen konnte, dass sie zusehen musste wie erst ihr Vater und dann auch noch ihre Mutter von ihr gehen musste? Sie begab sich in die Vorratsräumlichkeiten und begann mit den Vorbereitungen für ein Festmahl. Kochen konnte sie hervorragend und es war den Elben eine Freude diesem Genuss nachzugehen. Sie stellte Kohlwickel her für die Vorspeise und gefüllten Aal. Sie bereitete eine kräftige Suppe aus allerlei Wintergemüse. Sie verwandelte das getrocknete Fleisch in eine Delikatesse umrahmt von einer Soße aus Butter und getrockneten Aprikosen. Als letztes buk sie einen Kuchen, den sie mit allerlei Zuckerwerk bemalte. Ihre Lehrerin war stolz auf sie und freute sich schon auf den Abend. Er verging und Elwing war weder froh noch traurig als ihr Fest vorüber gegangen war. Herr Elrond war zu beschäftigt gewesen um anwesend zu sein. Elwing beteiligte sich an den Aufräumarbeiten und zog sich dann still in ihr Zimmer zurück. Es war schon tiefe Nacht als es an ihre Tür klopfte. Elwing die eingewickelt in warme Decken ein Buch studiert hatte schrecke hoch. Nicht oft wurde des Nachts nach ihr verlangt. Sie öffnete und war überaus überrascht Herrn Elrond vor ihrer Tür zu sehen. „Folge mir mein Kind“, sagte er, „Wir haben miteinander zu sprechen!“ Elwing folgte ihm ohne an seinen wohl gewählten Worten den geringsten Zweifel zu hegen. Herrn Elrond fühlte sie sich verbunden wie ihrer Mutter, obwohl sie ihn nur höchst selten zu Gesicht bekam. Was sie selbstverständlich verstand aber dennoch bedauerte. Herr Elrond führte sie in einen Raum den sie über einige Treppen erreichten. Obwohl er keine Decke besaß war der Raum gut geheizt von zwei Feuerstellen. Elwing wusste, das Herr Elrond diesen Ort aufsuchte um die Sterne zu beobachten. Ihre Mutter hatte ihr hier die Kunst der Sternenbeobachtung gezeigt. Herr Elrond deutete auf einen hölzernen edlen feingliedrigen Stuhl. Elwing nahm Platz und blickte den Weisen, der schon Zeitalter hatte kommen und gehen sehen, gespannt an. „Elwing“, setzte er bedeutungsschwanger an, „Du kannst nicht verweilen. Dein Weg führt Dich fort aus Bruchtal. Deine Mutter, die Dich in mein Haus brachte bat mich Dir einen Rat zu geben wenn es so weit wäre. Heute Nacht habe ich den Schleier der Ungewissheit für einen Moment von Deiner Zukunft gelüftet. Dein Schicksal liegt nicht länger hier. Hier wirst Du nichts mehr finden“. Elwing schluckte und fühlte sich bestätigt. Erleichtert über die Auskunft erwartete sie nun eine Richtung, eine Weisung wohin sie sich wenden sollte. „Elwing, die Du den Namen meiner Mutter trägst, wohin du Dich jetzt auch wenden magst keiner der Wege wird Dir leicht fallen. Deiner Mutter wäre es am liebsten gewesen, du brächest auf zu den grauen Anfuhrten. Ein Schiff von Cirdan brächte Dich zu ihr in den Westen, aber ich weiß diesen Weg wirst Du noch nicht gehen. Viel Leid und Schmerz bliebe Dir erspart, aber es scheint mir nicht Dein Weg zu sein. Ich habe Dich nicht dort gesehen, sondern ich sah Dich im Süden. Dein Schicksal wird sich dort entscheiden. Du wirst Dich dort entscheiden. Also lautet mein Rat an Dich, ziehe in den Süden und erfülle Dein Schicksal. Vielleicht kehrst Du dereinst zurück. Hier wird immer ein Platz für Dich sein wenn Du es so entscheidest“. Sie redeten noch einige Stunden über Erina und Sirtanus. Dann zog sich Elwing höfflich zurück. „Herr Elrond, ich danke euch! Ihr habt meiner Unruhe ein Ziel gegeben und auch wenn es risikoreich ist werde ich versuchen es zu erreichen. Ich werde Bruchtal verlassen und mein Schicksal suchen“, verabschiedete sie sich. Sie bleib noch bis in den Sommer hinein und bereite sich auf die lange Reise vor, die sie gedachte an zu treten. Sie fühlte sich angespornt von der Prophezeiung aber es war schon die Zweite. Ihre Mutter hatte voller Angst um das Wohl ihres Kindes dereinst anders zu ihr gesprochen. Elwing war gewillt zu sehen, dass genau dieser Zwiespalt, diese Diskrepanz ihr Schicksal war das es galt zu lösen. War ihr das Herz schwer geworden in den Nächten in denen sie zu keinen eindeutigen Entscheidungen finden konnte so ertrug sie jetzt wissend ein Schicksal, eine Aufgabe. Eine Queste die sie aus ihrer Zerrissenheit herausführen würde, wenn sie sie bestünde. Vieles brachte sie zum Grübeln, aber sie spürte auch eine Tatkraft in sich, die ein gutes Ende verheißen könnte. Hoffnung, eine Sache die ihr unbekannt gewesen war. Ein Antrieb, der sie durch Gefahren und selbst den Tod leiten würde. So geschah es, dass Elwing auszog und in Minas Tirith die Bekanntschaft mit Feldrin Imnas und seinem Gefolge machte. Zusammen mit ihm zog sie in den Süden. In das Land der Haruze in dem ihr Schicksal auf sie wartete.
