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Die Elben sind die Erstgeborenen unter den Kindern Ilúvatars. Sie erwachten im Zeitalter der Sterne, unzählige Jahre vor dem ersten Aufgang von Sonne und Mond, an den Ufern des Sees Cuivienen im Osten Mittelerdes, das zu jener Zeit unter dem Schatten Melkors lag, der von seiner Festung Utumno im Norden Mittelerdes aus den Kontinent beherrschte.
Die Erstgeborenen sind körperlich unsterblich, so lange die Welt existiert. Sie sind von graziler Gestalt und teils überirdischer Schönheit. Sie altern nur unmerklich, können nicht krank werden und ihre Wunden und Narben heilen ohne Spuren zu hinterlassen. Wenn ihre Körper durch Gewalt oder großes Unglück getötet werden, dann wird ihr Geist (fëa) in Mandos' Hallen gerufen, wo ihm Rast, Heilung und Unterweisung zuteil wird. Letztendlich wird dem körperlosen fëa nach einiger Zeit von den Valar ein neuer Körper (hröa) erschaffen, so dass der verstorbene Elb in Valinor sein Leben fortführen kann. Nur in wenigen Fällen wird die Reinkarnation von Seiten der Valar oder des in Mandos' Hallen verweilenden Elben verweigert.
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Geschichte
Oromë der Jäger fand die Elben auf einem seiner langen Streifzüge durch Mittelerde als erster, und er kehrte nach Valinor zurück, wo die Valar Rat hielten.
Um die Elben vor dem Verderbnis durch Melkor zu schützen, führten die Valar Krieg gegen Utumno, brachen seine Festung und zwangen Melkor in die Knie. Er wurde von Tulkas niedergerungen und mit der Kette Angainor gefesselt, und niemals hat Melkor vergessen, dass dieser Krieg, der zu seinem Sturz führte, um der Elben willen geführt wurde. Seitdem war er voller Haß auf die Erstgeborenen.
Die erste Trennung
Oromë suchte die Elben erneut auf und brachte drei Anführer der Elben - Ingwë von den Vanyar, Finwë von den Noldor und Olwë von den Teleri - nach Valinor, um sie von einem Umzug in das Land der Valar zu überzeugen. Als sie zu ihren Völkern zurückkehrten und sie aufforderten, die lange Wanderung nach Westen zu unternehmen, um bei den Valar zu wohnen, trennte sich das Volk der Elben in jene, die die lange Wanderung unternahmen, und jene, die Mittelerde nicht verlassen wollten. Letztere wurden die Avari genannt und zu den Dunkelelben, den Moriquendi gezählt.
Die zweite Trennung
Als die Elbenvölker auf ihrer langen Wanderschaft schließlich das Nebelgebirge (Hithaeglir) erreichten, verzagten zahlreiche Angehörige des dritten und zahlreichsten Volkes der Teleri. Sie wollten das Gebirge nicht über die hohen, gefährlichen Pässe überqueren, sondern verblieben auf der Ostseite. Sie wurden später die Nandor genannt. Viele von ihnen siedelten später in Grünwald dem Großen und in dem Wald von Lothlórien. Manche von ihnen fanden auch nach langer Wanderung in den Süden den Weg in das spätere Gondor und durch die Pforte von Rohan nach Eriador. Ein Teil dieses Volkes kam auch schließlich nach Beleriand, um dort unter der Führung von Oropher in den Wäldern und an den Flüssen von Ossirand zu leben. Auch die Nandor wurden zu den Dunkelelben gezählt, weil sie auf dem Weg nach Westen vom Ziel abkamen.
Die dritte Trennung
Nachdem diejenigen Elbenvölker, die vor der Überquerung des furchterregenden Nebelgebirges nicht zurückschreckten, Eriador durchquert und auch die Ered Luin überquert hatten, Beleriand erreichten, kam es zur dritten Trennung der Elbenvölker. Elwë, der jüngere Bruder von Olwë, dem Anführer der Teleri, wurde plötzlich vermißt, als er von einem Streifzug durch die Wälder von Beleriand nicht zurückkehrte. Viele Teleri wollten Mittelerde nicht ohne ihren Anführer Elwë verlassen und suchten jahrelang nach ihm, auch als sie die letzte Gelegenheit verpassten, auf der von dem Maia Ossë bereitgestellten und bewegten Insel ins Reich der Valar überzusetzen. Später kehrte Elwë zu seinem Volk zurück, denn er hatte im Wald die wunderschöne Maia-Frau Melian getroffen, und zusammen herrschten sie später als König Thingol und Melian über das Elbenreich Doriath. Ihr Volk wurde fortan die Sindar genannt.
Die Rückkehr der Noldor
Die Vanyar und die Noldor und ein großer Teil der Teleri siedelten fortan in Valinor, dem Reich der Valar. Doch als Melkor nach drei Zeitaltern der Gefangenschaft die Gelegenheit zur Bewährung erhielt, näherte sich das Verderben der Noldor. Als Melkor Fëanors Vater Finwë erschlug und die Silmaril raubte, um mit ihnen nach Mittelerde zurückzukehren, und dort sein Reich neu zu errichten, da wiegelte Fëanor die Noldor gegen den Willen der Valar auf und führte sie in einer Rebellion zurück nach Mittelerde, um dort den Kampf gegen Melkor, der fortan Morgoth, der Schwarze Feind, hieß, aufzunehmen und die Silmarili für die Noldor zurück zu erobern.
So kam es, dass einige der Noldor die Geschichte und die Geschicke von Mittelerde drei Zeitalter der Sonne lang mitbestimmten, bis mit dem Ende des Ringkriegs die letzten Angehörigen des Königshauses der Noldor Mittelerde den Rücken kehrten und nach Valinor zurückkehrten.
Das Schwinden der Elben
Es heißt, dass die Elben ein schwindendes Volk sind, und dass Eru Ilúvatar vorgesehen hat, dass sie als die Erstgeborenen früher oder später zu Gunsten der Zweitgeborenen - der Menschen - zurücktreten müssen.
Das Schwinden vollzieht sich bei den Elben auf zweierlei Art und Weise. Erstens verlassen im Laufe der Zeit immer mehr Elben Mittelerde. Sie wandern zu den Grauen Anfurten und nach Edhellond, um sich dort auf den großen Elbenschiffen nach Valinor zu verabschieden. Dies betrifft aber hauptsächlich diejenigen Elben, die nicht zu den Avari Moriquendi gehören. Die Gründe für diese Wanderungen sind mannigfaltig und oft sehr persönlich. Jenseits des Meeres erwartet die Elben Heilung von den vielfältigsten seelischen Wunden der Welt. Viele Elben werden im Laufe der Zeit des Lebens in Mittelerde überdrüssig und sehnen sich nach einem Land, das nicht so schnellen Wandlungen unterworfen ist wie Mittelerde. Denn das Leben in Mittelerde verläuft in den Augen der Unsterblichen sehr schnell. Der Zyklus von Wachsen, Gedeihen und Verenden vollzieht sich in den Augen der Elben rund um sie herum mit geradezu rasender Geschwindigkeit.
Die zweite Art des Schwindens ist den Elben erst im Zweiten oder Dritten Zeitalter von Mittelerde bewußt geworden: das körperliche Schwinden. Es heißt, dass der Geist (fëa) der Elben nach vielen Jahrhunderten oder Jahrtausenden beginnt, den Körper (hröa) zu konsumieren und zu verbrauchen. Letztlich - so heißt es - wird der Körper eines Elben dahinschwinden und nur noch der Geist übrig bleiben, so dass keine Interaktion mit dem Leben von Mittelerde mehr möglich ist. Das körperliche Schwinden - so heißt es - wird in Valinor, dem Heimatland der Valar und der Unsterblichen, aufgehalten. Ein weiterer guter Grund, Mittelerde zu verlassen.
Die verschiedenen Elbenvölker
Quendi Alle Elben | ┌——————————————┴—————————————————┐ │ │ ┌——————┴—————┬———————————┐ │ │ │ │ │ Vanyar Noldor Teleri Avari Licht- Tief- Das dritte Die Wider- elben elben Elbenvolk strebenden │ ┌—————————————┬———————————┼———————————┐ │ │ │ │ Falmari Sindar Nandor Waldelben Teleri Grauelben von Gefolge Andere, die von Beleriand von die Große Aman Lenwe Wanderung │ abbrachen │ Laiquendi Grünelben von Ossirand
Quellen
- Teile dieses Artikels beruhen auf Informationen aus der Encyclopedia of Arda
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