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(nicht-kanonisch)

Die Aegardh - also die karge östliche Hochebene von Harondor, an deren Nordostgrenze Barad Ecthelion liegt - ist ein eher kärgliches, struppiges, verwüstetes Gebiet. Es gibt kurze Gräser, die jedoch im Sommer schnell vertrocknen, und es gibt teilweise auch ein paar vereinzelte Wälder. Überall herrscht Wassermangel und es regnet sehr selten im Jahr. Andererseits wiederum gibt es einige Flußtäler, wie z.B. das Tal des Ode Tesar oder das Flußtal von Neledhnín, das von den drei Quellen gespeist wird. Diese Täler sind aufgrund der jährlichen Flut und aufgrund des mineralreichen Bodens sehr, sehr fruchtbar und gleichen grünen Oasen. Hier gibt es dann Wälder und Auen, und zahlreiche Früchte wie Zitronen, Apfelsinen und dergleichen mehr.

Jetzt ist es so, dass die Aegardh im 9./10. Jahrhundert des Dritten Zeitalters - also vor ca. 700 Jahren - von den Gondorianern im Kriege erobert wurde, und dass seitdem viele Siedler aus Gondor die fruchtbarsten Gebiete besetzt und besiedelt haben. An vielen Stellen haben sich diese Neuankömmlinge in den folgenden Jahrhunderten friedlich mit den Haruze-Bauern vermischt und vermengt, aber es gibt auch nach wie vor zahlreiche, traditionelle Konflikte. Ein ganz typischer und üblicher Konflikt ist jener um den Zugang zu Wasser und gutem Weideland.

Viele Haruze-Clans leben gerade in den ärmlicheren Regionen wie der Aegardh immer noch ganz traditionell als halbnomadische Hirten. Ein Beispiel dafür ist die Haruze-Gemeinschaft unter Führung von Berugoz und Angista, die in einigen unserer Abenteuer portraitiert wurden. Um zu überleben, sind sie aber oftmals gezwungen, sich mit den gondorianischen Bauern anzulegen, wenn es um den Zugang zu Weideland und Wasser geht. Das hat in der Vergangenheit immer wieder auch zu bewaffneten Auseinandersetzungen geführt. Auf jeden Fall jedoch ist auf beiden Seiten in den vergangenen Jahrhunderten viel Misstrauen und Verachtung für die jeweils andere Lebensweise entstanden.